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Erlangen einmal ganz anders erleben

Montag, Oktober 14th, 2013

Jedes Jahr fahren wir mit vielen anderen Reisebegeisterten in den Urlaub. Nein, nicht falsch verstehen. Jeder fährt für sich, in kleinen Gruppen. Nennt sich dann Familienurlaub. Gut. Und was stellt man im Urlaub so an? Da gibt es wirklich viele Möglichkeiten: entspannt am Strand liegen, wilde Berge erklimmen, steile Hänge “downhillen”, Städte in fernen Ländern besichtigen und sich den kulinarischen Genüssen hingeben. Genau so soll ja Urlaub für viele sein. Etwas anders als im Rest des Jahres, erholsam und dann eben doch ein wenig abwechslungsreich.

Aber mal ehrlich! Wer von Euch hat diese Dinge schon einmal in seiner Heimatstadt unternommen? Ok, kein Strand in Erlangen, dann fällt am Strand liegen schon mal aus. Da müsste Mann und Frau schon in die Nürnberger City wechseln und sich dort am Stadtstrand räkeln. Geht aber auch nicht immer, denn der wird ja wieder abgebaut. Stellt Euch das mal im Urlaub vor. Am Ende wird der Strand abgebaut!? Stand: zählt so aber nicht wirklich, oder? Wilde Berge erklimmen geht in Erlangen schon, dafür gibt es ja die 5. Jahreszeit. Doch irgendwie ist das doch ein anderer Anspruch und auch die Betätigung lässt sich nur schwer als sportlich einstufen. Also auch Fehlanzeige. Steile Hänge “downhillen” ginge schon, es kommt nur darauf an, wie weit man Erlangen und Umgebung mit einbezieht. Mal den Burgberg die Serpentinen mit Inlinern runterflitzen soll ja der eine oder andere schon gewagt haben. Da ist die Lage des Waldkrankenhauses durchaus als strategisch zu bezeichnen. Dennoch fehlt hier der Vergleich zu wilden Alpentouren. Auch ein Minus. Bei den Städten in fernen Ländern sieht es dagegen, wenn man das fern einmal streichen möge, doch gleich ganz anders aus. Ebenso bei den kulinarischen Genüssen. Und da sind wir doch gleich bei meiner Empfehlung für einen gelungenen Abend im Herzen Erlangens für uns Erlanger.

Googlet doch mal nach der Erlanger Genuss-Tour. Ja, ich hätte das auch gleich verlinken können, hatte aber heute keine Lust auf diese Richtung. Ihr findet eine Tour durch die Erlanger Alt- und Neustadt, die für Erlanger, auch wenn sie andernorts geboren und nur hier wohnhaft sind, eine sehr empfehlenswerte Sache ist. Voraussetzung: Ihr interessiert euch ein wenig für die Geschichte Erlangens, Ihr habt Lust auf einen Blick hinter Erlangens Fassaden und könnt Euch einen abwechslungsreichen Abend mit verschiedenen Gaumenfreuden, egal welcher Art, unter wildfremden Leuten vorstellen. Ich will ja auch nicht zu viel verraten, aber wenn der Aperitif schon in einem der schönsten Herrschaftshäuser eingenommen werden kann, man danach in den Erlanger Untergrund verschwindet, kleine Leckerein, vom Gerstensaft abgerundet, dargeboten werden, in der Neustadt in einem Gasthaus mit über 300 jähriger Geschichte ein gastfreundlicher Zwischenstopp eingelegt wird, dann ist das Finale in einem der schönsten Gebäude der Stadt genau passend. Aber zu Ende ist die Tour erst, wenn auch der letzte Genuss seine Abnehmer gefunden hat. Wenn dann noch mit so viel Engagement die Stadtführerin durch die alten Zeiten führt, dann ist der Abend einfach nur gelungen. Lasst Euch einfach überraschen.

Und als Weihnachtsgeschenk ist die Erlanger Genuss-Tour sicherlich auch eine schöne Idee. Ich freue mich von denen zu hören, die ebenfalls diese kleine Heimatreise in unseren schönen Stadt unternommen haben.

Ohm, Emmy & so …

Sonntag, Juni 23rd, 2013

So langsam neigt sich das Schuljahr dem Ende zu und die letzten Prüfungen, ob Schulaufgaben, Klausuren oder Exen, bieten nochmals die Chance, den Jahresausgang, notentechnisch betrachtet, nochmals zu beeinflussen. Der Sommer, der ja in der letzten Woche mit Temperaturen über 35 Grad Erlangen mit einem südeuropäisches Flair umgeben hatte, ist immer noch da und verwöhnt uns mit nunmehr angenehmer sommerlicher Wärme.

Für die Showsportarten kommen jetzt wieder die aktiven Wochen, bei denen sie auf unterschiedlichen Veranstaltungen mitwirken und ihr Können im sportlichen, wie im künstlerischen Bereich zeigen. In diesem Jahr stehen zwar für uns nur wenige Auftritte für den Nachwuchs an, was aber nicht so tragisch ist. So genießen wir Trainier alle den Juni und freuen uns auf freie Wochenenden im Juli.

Doch was steht nun an und was gab es schon Interessantes?

Beim Emmy zeigen unsere Jugendlichen sowohl am 3., als auch am 4. Juli ihr Können. Die Rock´n´Roller, die am Emmy ihr gymnasiales Leben genießen, haben sich zusammengetan und eine eigene Rock´n´Roll-Choreografie einstudiert. Mit ein paar Sondertrainingseinheiten kommt man schnell ans gesteckte Ziel. Wenn dann noch eine Trainerin die Gruppe unterstützt, ohne zu sehr in den Ablauf einzugreifen, dann ist das für beide Seiten eine tolle Sache.

Eine dieser Einheiten schoben wir am letzten Freitag noch schnell ein. Zwar musste noch der eine oder andere Jugendliche telefonisch nachgordert werden, aber um dreiviertelsechs waren dann alle vollständig im Spiegelsaal versammelt. Schnell die Positionen aufstellen, den Ablauf für die beiden Auftritte definieren – mit Umstellungen natürlich, da nicht alle Paare an beiden Auftritten mit dabei sein werden – und schon stand das Programm.

Wir haben uns dann am Freitagabend um halbsieben in Richtung Novotel Erlangen aufgemacht. Denn Sommerzeit ist auch Aktionszeit in den Schulen. Das Novotel ist keine Schule, ja, ist mir schon klar, aber an diesem schönen Sommerabend fand im Novotel das  FÊTE DE LA MUSIQUE statt, ein französischer Abend, organisiert vom DFI, dem deutsch-französischen Institut Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Novotel Erlangen.

“Was das mit Rock´n´Roll zu tun hat?” werdet Ihr Euch Fragen. Nun ja, auf den ersten Blick gibt es da wohl kaum einen Zusammenhang. Wenn man aber genauer hinschaut, dann wird man feststellen, dass an diesem Abend eine Modenschau stattfand, bei der die deutsch-französische Partnerschaft eine Rolle spielt. Hintergrund ist das 50-jährige Jubiläum des Élysée-Vertrages, der 1963 als deutsch-französischer Freundschaftsvertrag die Grundlage für eine wunderbare Zusammenarbeit beider Nationen schuf, die bis heute wächst und gedeiht. Zu diesem Jubiläum organisierte das Ohm-Gymnasium aus der Q11 des AbiBac unter Leitung von Herrn Mösel eine sehr ansprechende Modenschau, bei der die 1960er Jahre im Vordergrund standen. Mitwirkende an der Modenschau waren u. a. drei junge Damen aus den Reihen der Rockabillies, die zusammen mit ihren Mitschülern die damalige Zeit wieder lebendig werden ließen. Sei es im rot schillernden Abendkleid, dem schwarzen Pelz mit sommerlichem lila Glitzertop, dem dunkelgrün gerafften Abendkleid, den in Orangetönen gehaltenem Sommerkleid oder ganz cool barfuß im Stil der Flower-Power Bewegung. In der lauen Sommernacht rockte danach die Band “Mini Moustache”- französischer Rock und Pop, passend zum fête de la musique Erlangen- , die zur Zeit durch Deutschland tourt. Ein schöner Abend für jung und alt, egal welcher Nation.

Es hat sich gelohnt, an diesem Abend im Novotel dabei gewesen zu sein. Ein Stück Erlanger Kultur, deutsch-französisch und eben auch ein wenig Erlanger Rockabillies.